Verbundsicherheitsglas

Verbundsicherheitsglas (VSG) aus Floatglas ist die gängigste und kostengünstigste Möglichkeit ein Terrassendach zu verglasen. Mindestens zwei Scheiben werden dazu mit ein oder mehreren Folien verklebt. Bei Überkopfverglasungen ist in Deutschland VSG mit mindestens doppelter Folie (0,76 mm) vorgeschrieben.

Die verglaste Fläche bleibt bei Glasbruch durch mechanische Überbelastung, Schlag oder Stoß geschlossen, da die Glassplitter an der Folie haften. VSG ist splitterbindend, bis durchwurf- und durchbruchhemmend. Sonst hat es die gleichen Eigenschaften wie Floatglas.

In VSG aus Float können weder Bohrungen noch Ausschnitte (z.B. für Fallrohre etc.) eingebracht werden; es kann nur linear und nicht punktförmig mittels Glaspunkthaltern verlegt werden. Die benötigte Glasstärke richtet sich nach der Länge und Breite der Scheiben sowie nach der Schneelastzone des Einbauorts.

VSG als Dachglas kann zum Schutz vor Überhitzung mit antelio silber oder stopsol silber oder bronce ausgeführt werden - Sonnenschutzglas

VSG mit mattweißer Folie dient häufig als Sichtschutz, zum Beispiel bei Seitenverglasungen bei Reihenhäusern oder auch Dachverglasungen wo eine Einsicht von oben nicht gewünscht wird.

Dabei ist zu beachten, daß ein wesentlicher Schutz vor Überhitzung dadurch nicht stattfindet!

VSG mit einlaminierten Farbfolien bietet optische und gestalterische Möglichkeiten.


Die Eigenschaften von Verbund-Sicherheitsglas

Verbund-Sicherheitsglas bindet bei einem Bruch kleine Splitter und reduziert somit die Verletzungsgefahr erheblich. Zusätzlich kann VSG dank der Verbindungsfolie die Sicherheitsscheibe schwerer durchdrungen werden. So ist VSG die Basis von Einbruchschutz-Gläsern, bis hin zu Panzerglas, das aus mehreren Lagen von Glas und Folie entsprechender Dicke besteht.

Der große Vorteil von VSG ist seine Resttragfähigkeit gegenüber herkömmlichem Glas. Auch wenn das Glas bereits gesplittert ist hat VSG noch eine Schutzwirkung. So wird nach einem Schaden ein Herabfallen von Scherben verhindert und Fensteröffnungen bleiben verschlossen.
Die Windschutzscheiben von Autos bestehen aus VSG und schützen im Schadensfall die Insassen vor herumfliegenden Glasscherben, oder vor Gegenständen die in die Fahrerkabine eindringen wollen.
VSG wird in Gebäuden wie Schulen, im Wohnbereich, bei Senkrechtverglasung wie Brüstungen oder bei Überkopfverglasungen wie Wintergärten und Glas- und Terrassendächern verwendet.

Verbund-Sicherheitsglas (VSG) hat zudem eine schalldämmende Wirkung. Dabei dämmt eine Scheibe VSG 10 mm besser als eine 10 mm dicke Scheibe aus Floatglas. In VSG mit spezieller Schalldämpfung werden weichere Folie oder Folien mit weichem Kern verbaut.

Die Herstellung von Verbundsicherheitsglas (VSG)

Verbund-Sicherheitsglas erhält seine Eigenschaften durch eine zähe und elastische Folie die zwischen den Glasscheiben „verklebt“ wird. Verbundsicherheitsglas besteht aus zwei oder mehreren Glasscheiben.
Der Vorverbund er VSG Glasscheiben wird durch walzen der Scheiben mit einer Walzenpresse und einer oder mehreren Folien meist aus Ethylenvinylacetat oder Polyvinylbutyral erreicht.
Der Vorverbund, wird bei ca. 65°C hergestellt, hier werden auch die meisten Lufteinschlüsse die beim Verkleben der hochelastischen Klebefolie entstehen herausgewalzt.
Anschließend wird bei etwa 12 bar Duck und einer Hitze von rund 140°C das Glas mit der dauerelastische Folie „verbacken“. So entsteht ein dauerhafter Verbund von Glas und Folie zu VSG oder Verbund-Sicherheitsglas.

VSG aus Float

VSG 6 mm 0,38 Folie
nur für Seitenverglasungen

VSG 8 mm 0,76 Folie
VSG 10 mm 0,76 Folie
VSG 12 mm 0,76 Folie
VSG 16 mm 0,76 Folie
für Terrassendach, Vordach

VSG klar oben mit mattweisser Folie untenzoom
VSG klar oben mit mattweisser Folie unten
 
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